Medjugorje
Medjugorje ist ein international bekannter, römisch-katholischer Wallfahrtsort in Bosnien-Herzegowina. Seit Juni 1981 bezeugen sechs Seher, dass die Mutter Jesu ihnen in Medjugorje erscheint. Bis zum heutigen Tag berichten sie von immer neuen – in regelmässigen Abständen stattfindenden – persönlichen Erscheinungen. Die Botschaften der Muttergottes an die Seher werden jeweils zeitnah veröffentlicht.
Medjugorje hat sich innert kurzer Zeit zu einem grossen, internationalen Pilger- und Gebetsort entwickelt. Die Hauptanliegen der Muttergottes (Gospa) in Ihren Botschaften sind Friede, Glaube, Umkehr, Gebet und Fasten.
Ort
Medjugorje ist ein Dorf in der Gemeinde Citluk in der Herzegowina. Es ist Teil der Pfarrei Medjugorje, die aus den fünf Dörfern Medjugorje, Bijakovici, Vionica, Miletina und Surmanci besteht. Der Name Medjugorje ist slawischen Ursprungs und bedeutet "Gebiet zwischen den Bergen". Der Ort liegt 200 Meter über Meer.
Die Herzegowina liegt im Staat Bosnien-Herzegowina und umfasst ein Gebiet von 9'948 km². Die Region liegt zwischen dem gebirgigen Norden und der Küste im Süden. Durch diese spezielle Lage wird das milde Mittelmeerklima zurückgehalten und schafft so günstige Bedingungen für fruchtbaren Obst- und Gemüseanbau. Die Herzegowina grenzt im Norden an Bosnien, im Osten an Montenegro, im Süden und Westen an Kroatien. Das Verwaltungs- und Kulturzentrum liegt in Mostar. Politisch ist Bosnien/Herzegowina eine parlamentarische Demokratie.
Bevölkerung
Die Einwohner von Medjugorje sind kroatischer Nationalität und mehrheitlich katholisch. Sie sprechen kroatisch. Sie verwenden das lateinische Alphabet und gehören zur katholischen Kirche. Die Pfarrei Medjugorje zählt ungefähr 4300 Einwohner und ungefähr 1200 Familien. In der Geschichte wurde dieses Gebiet durch verschiedene Völkerwanderungen geprägt. Die grosse Auswanderung begann jedoch nach dem 2. Weltkrieg, als die kommunistische Diktatur viele zur Flucht über die Grenzen ihres heimatlichen Kroatiens zwangen. Die Bevölkerung von Medjugorje wurde durch die übernatürlichen Ereignisse der Erscheinungen der Gottesmutter seit 1981 ermutigt zurückzukehren. Die Zahl der Einwohner hat in den letzten Jahrzehnten – aufgrund der Erscheinungen – stark zugenommen.
Klima
Mediterranes Klima mit milden Wintern und warmen Sommern prägt die Gegend. Die Nähe des Meeres und die umliegenden Gebirgszüge bescheren meist eine trockene und sehr heisse Periode von Mai bis Ende September und eine regnerische und kältere von Oktober bis April. In den Sommermonaten klettern die Temperaturen tagsüber regelmässig über 30 bis 35 Grad. Auch die Nächte bleiben meist warm mit über 20 bis 25 Grad. Sonnenschutz, Sonnenbrille, leichte Kleidung und Kopfbedeckung gehören ins Reisegepäck, ebenso aber auch eine warme Jacke, Regenschutz und Regenschirm. In Hinblick auf die Winde ist ein Nord- und Nordostwind vorherrschend, den man den „Bura“ nennt. Die winterlichen Temperaturen sind am kältesten, wenn dieser charakteristische trockene Wind durchschnittlich jeden zweiten Tag bläst. Die Herzegowina hat aber auch einen weiteren häufigen Wind, der „jugo“ genannt wird. Er kommt direkt von der Adria und tritt oft im Frühling und Herbst auf. Er bringt viel Feuchtigkeit mit sich und im Herbst grosse Regenmassen. Er ist stark und weht einige Tage und danach hört der Regen auf.
